Südpfalz. Das folgende Ereignis trug sich bereits im Spätsommer 2017 zu. Beteiligt waren ein Landwirt, dessen Rübenroder und Peter Bartz, Geschäftsführer der bvm Bartz Versicherungsmakler GmbH (im Folgenden bvm). Die aus einem Unfall mit schwerem Gerät resultierende Schadensbegleitung führte Bartz mitten ins Grüne.

Mehr als nur Marderschaden

Es begann mit einem Anruf am frühen Morgen. Das Problem: Nach einem missglückten Wendemanöver rutschte einer von drei Terra Dos T4-Rübenrodern des Mandanten rückwärts in ein Bachbett. Nicht nur beschädigten die am gegenüber liegenden Ufer stehenden Bäume das Heck der Maschine stark, auch waren der Diesel- und der Hydrauliktank aufgerissen und die Fördertechnik zerstört. Ferner vermuteten die Anwesenden einen Schaden an den Verbindungsschläuchen zu den Hydraulikpumpen. Nach einer ersten Begutachtung war nicht klar, ob auch der Motor in Mitleidenschaft gezogen war. Ein noch komplizierteres Problem war jedoch die Bergung der Maschine.

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Der havarierte Rübenroder von vorn

Maschine und Natur

Denn der Rübenroder steckte an einer nicht gut zugänglichen Stelle fest. 30 Tonnen Eigengewicht plus zehn Tonnen Inhalt auf Erdreich ohne Traktion der Hinterräder. Ferner erschwerte der hydraulische Antrieb die Bergungsarbeit. Ohne die benötigte Ölzufuhr hätten die Hydraulikgetriebe der Achsen einen noch größeren Schaden davontragen können als es ohnehin schon der Fall war. Ein normales Schleppen kam darum nicht mehr infrage, wie hinzugezogene Techniker feststellten. Zusätzlich musste der Landwirt dafür Sorge tragen, die durch eventuell austretendes Öl entstehenden Schäden an der Umwelt gering zu halten.

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Peter Bartz vor Ort

Die Schadensbegleitung

Im Verlauf der Schadensbegleitung erhielt Bartz zunächst eine Vollmacht vom Maschinenversicherer, eigenmächtig die nötigen Schritte zu einer erfolgreichen Bergung zu veranlassen. Darunter fiel zunächst der Kontakt der Unteren Umweltbehörde und zweitens der Anruf beim KFZ-Versicherer. Auch beauftragte er einen Umweltsachverständigen aus dem Landkreis sowie ein Entsorgungsunternehmen für mit Öl kontaminiertes Erdreich. Bartz konnte bei diesem Fall nicht nur seine Expertise einsetzen, sondern profitierte auch von vorigen Treffen und dadurch entstandenen Kontakten – so hatte er erstens bereits vorher mit dem Maschinenversicherer zusammengearbeitet. Zweitens war dem bvm-Geschäftsführer auch ein zweiter Landwirt aus der Gegend bekannt, der zufällig allerhand Maschinen sammelt und über einen Bergepanzer verfügt.

Nach einer provisorischen Reparatur des Hydrauliköltanks und einem Austausch der Zuleitungen zu den Pumpen schlug Bartz vor, einen Teil des Erdreichs abzutragen. Das sorgte dafür, dass die Hinterreifen über mehr Bodenhaftung verfügten. Sowohl die Bergung des Roders als auch die Dekontamination des Bachbetts fanden ein erfolgreiches Ende.

Problem angepackt, Problem gelöst

Damit war der Fall jedoch nicht abgeschlossen. Denn an der Maschine waren im Zuge des Unfalls Schäden in Höhe von 145.000 Euro entstanden. Bartz traf sich im Nachgang mit vier Geschäftsführern des Landwirtschaftsunternehmens seines Mandanten, einem Repräsentanten des Roder-Herstellers sowie dem Großschadenregulierer der Versicherung. Gemeinsam kamen sie zu der Lösung, die schadhafte Maschine gegen eine neue einzutauschen und die unbeschädigte Front anzumontieren. Das löste gleichzeitig ein neues Problem: Denn ein einfacher Abtransport wäre anmeldepflichtig und je nach Strecke tausende von Euro teuer gewesen. Nun aber konnte der Hersteller die beschädigte Maschine mit demselben Transport abholen, der den neuen Roder brachte. Bartz’ Mandant glich den Ausfall durch eine kurzfristige Erhöhung des Schichtbetriebs aus.

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Die Bergung des Roders

Fazit

Sowohl Bartz als auch sein Mandant agierten durchweg schnell und präzise: Angefangen beim Kontakt vonseiten des Kunden über das Einschalten verschiedener Versicherer und Entscheider bis hin zur Schadensregulierung. Vom Gesamtschaden übernahmen die Maschinenversicherung und die KFZ Haftpflicht für Umweltschaden 125.000 Euro.

Für die Maschinenversicherung von landwirtschaftlichen Großmaschinen gibt Bartz folgende Untergrenzen an:

  • Schadensbedingte Transportkosten: 10.000 Euro
  • Kosten für eine Ersatzmaschine: 20.000 Euro
  • Kosten für Reifen (bei Standardprodukten oft ausgeschlossen): 10.000 Euro

Titelbild: © Marco Borchardt / Fotolia.com, Beitragsbilder: ©Peter Bartz, bvm GmbH

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